Menschen sitzen an Tischen im Freien vor einem beigen Gebäude mit dem Schild "Marktschänke"; eine Person steht neben einem Fahrrad am Eingang.

Streit um die letzte Kneipe in Roisdorf

Der geplante Abriss der letzten Roisdorfer Dorfkneipe ist kein bedauerlicher Einzelfall – er ist das Ergebnis einer Politik, die Transparenz scheut und Bürgerbeteiligung offenbar nur als lästige Pflichtübung begreift. Wenn für die Stadt Bornheim und die maßgeblichen Entscheider die Expansionspläne des EDEKA-Konzerns einen höheren Stellenwert haben als ein lebendiger Treffpunkt für Bürgerschaft und Ortsvereine, dann ist das ein Skandal – und es ruft nach Widerstand. Erst recht, wenn Vorschläge aus der Bürgerschaft schlicht ignoriert werden.

Luftaufnahme eines Industriegebiets mit hervorgehobenen Abschnitten, die mit "Bananenreiferei", "Erweiterung?" und "Stellflächen" beschriftet sind, überlagert mit dem Text "So nicht!.

Roisdorf ringt um seine Marktschänke

Wie viel soziales Leben, Nähe und Heimatgefühl in einer einzigen Dorfkneipe stecken, merken viele erst, wenn sie plötzlich still ist – wenn die Tür geschlossen bleibt und das vertraute Stimmengewirr fehlt. Oft ist es ganz banal: Kein Nachfolger, die Wirte werden älter, irgendwann geht es nicht mehr. Manchmal gibt auch die Kasse den Ausschlag und ein Gasthaus muss aufgeben. In Bornheim-Roisdorf aber sind es andere, ungewöhnlichere Gründe, die das Ende einer fast hundertjährigen Kneipenkultur einläuten.

Der Eingang der Marktschänke mit rotem Teppich, herzförmiger Dekoration mit Grünzeug und einem Willkommensschild ist für ein besonderes Ereignis unter sonnigem Himmel hergerichtet.

Rettet die Roisdorfer MARKTSCHÄNKE

Nur noch reife Bananen oder weiter lecker Kölsch im Rosental? Kaum war das illegale LKW-Parken im Rosental und in weiteren Straßen des Gewerbegebiets Bornheim Süd erfolgreich eingeschränkt worden, so stand zum Jahresende 2025 plötzlich ein weiteres Problem vor der Tür. Dem langjährigen Pächter der im Rosental verwurzelten MARKTSCHÄNKE flatterte die Kündigung zum 31. März 2026 ins Haus. Nicht nur ein Schock für den Pächter, sondern gleichfalls für alle Gäste des beliebten und mittlerweile letzten Wirtshauses in der Bornheimer Ortschaft Roisdorf. Der Gastronom Stefan Kempf ist Mitglied im Roisdorfer Gewerbeverein und Vereinswirt, wie für viele andere Vereine von Roisdorf ebenfalls. Was war geschehen? Die auf dem Gelände der Firma Landgard ansässige Firma EDEKA-Fruchtkontor beabsichtigt dort seine bislang an ihre Kapazitätsgrenze stoßende Roisdorfer Bananenreiferei zur größten Reiferei des Konzerns zu erweitern. Von Roisdorf aus sollen zukünftig alle über 6.000 Standorte des EDEKA-Konzerns mit gereiften Bananen versorgt werden. Für die EDEKA eine umsatzsteigernde Neuorientierung ihrer Marktkonzentration und mit exzellenter Verbindung ans überregionale Autobahnnetz. Nach einer mutmaßlich positiven Bauvoranfrage der EDEKA bei der Bornheimer Baubehörde, kaufte dieser genossenschaftlich organisierte Unternehmerverbund, mit Sitz in Hamburg, von Landgard große Teile deren Firmengeländes, darunter auch die Gaststätte „Marktschänke“. Warum ist die Marktschänke an ihrem Standort gefährdet? Sie …

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Ein großes rotes Frachtschiff mit dem Namen "BORNHEIM" trägt mit gleichem Namen das Rathausgebäude auf seinem Deck, während es unter einem teilweise bewölkten Himmel auf dem Meer fährt.

Der Tanker RATHAUS änderte seine Richtung

Zur LKW-Problematik im Bornheimer Gewerbegebiet Zu den vordringlichsten Aufgaben eines Gewerbevereins gehört es, die Belange und Wünsche seiner Mitglieder zu vertreten und dies ggf. auch im Stadtrat per Bürgerantrag einzubringen. Wenn dann auch noch die Interessen von Senioren und ÖPNV-Nutzern unmittelbar betroffen sind und weder Ortsvorsteher oder örtliche Ratsmitglieder sich der Problematik annehmen, besteht konkreter Handlungsbedarf.Schon im Jahren 2014/15 hatte ich die Stadt Bornheim auf die prekäre LKW-Parksituation im Gewerbegebiet Bornheim-Süd hingewiesen. Als dann der damalig zuständige Dezernent Manfred Schier gegenüber der Lokalpresse behauptete, dass allein der Gewerbevereinsvorsitzende Beschwerden gegenüber der Stadt vorgetragen habe und sonst niemand, war der Unmut innerhalb der betroffenen Firmen im Gewerbegebiet Bornheim-Süd beträchtlich.19 Geschäftsleitungen hatten daraufhin in einem Schreiben an den damaligen Bürgermeister Wolfgang Henseler (SPD) die Anregungen des Roisdorfer Gewerbevereins in einem gleichlautenden Brief unterstützt und auf Abhilfe gedrängt. Im Sommer 2015 wurden dann auf Anweisung des Bürgermeisters vom Straßenverkehrsamt eine neue Parkregelung im gesamten Gewerbegebiet angeordnet, neue Ge- und Verbotsschilder aufgestellt, die Kontrollen verstärkt und auch die Logistikfirmen dazu gedrängt, mehr LKW-Parkflächen auf ihren Firmengeländen auszuweisen. Was dann auch geschah und zur Verbesserung insgesamt beitrug.Beginnend in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts begannen aber erneut schleichend, Monat für Monat, die Probleme mit illegal parkenden …

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Septemberkirmes in Bornheim mit bunten Fahrgeschäften und Buden, umgeben von Besuchern, auf dem Peter-Fryns-Platz in Bornheim, mit Wohngebäuden im Hintergrund.

Keine Kirmes mehr in der Ortschaft Bornheim

Das alljährliche Kirchweihfest, unserer Bornheimer Septemberkirmes, ist für viele Bürger der Stadt Bornheim ein Fest der Begegnung, des Vergnügens und ein fester Bestandteil des örtlichen Brauchtums. Wenn aber die Ursache im Ausfall dieser Kirmes u.a. in der Streichung einer städtischen Dienstleistung steht, ist der Ärger umso nachhaltiger. Eine Kirmes ist mehr als nur Karussell und Kölsch. Erfahren sie im folgenden Beitrag mehr über die Hintergründe des Aus der Bornheimer Großkirmes.

Zwei Radfahrer und zwei Fußgänger teilen sich einen Gehweg in der Nähe einer Straße mit vorbeifahrenden Autos; ein Radfahrer trägt ein Kind mit einem Helm auf dem Rücksitz.

Wie steht es um die Sicherheit von Fußgängern auf Bornheims Straßen?

Angefangen bei unserer Jüngsten bis hinauf ins hohe Alter unserer Senioren sind und bleiben wir Fußgänger. Doch welchen Stellenwert haben wir Fußgänger in der Stadt Bornheim. Bei der sogenannten Verkehrswende beschränkt sich die Politik im Rathaus bislang auf den Radverkehr. Wie steht es aber um die Sicherheit und Barrierefreiheit für Fußgänger. Barrierefreiheit ist längs gesetzlich festgeschrieben aus dem Bedürfnis nach Gleichberechtigung und Teilhabe aller Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderungen, gestützt durch die UN-Behindertenrechtskonvention und das deutsche Behindertengleichstellungsgesetz steht die Politik hier in der Pflicht. Doch wenn es um den Schutz und die Sicherheit von Fußgängern auf unseren Gehwegen geht versagen die Bornheimer Ratsfrauen und Herren, wie hier an einem aktuellen Beispiel zwischen Roisdorf und Bornheim zukünftig zu sehen ist.

Ein schwarzes Auto parkt auf der Brunnenstraße in Bornheim-Roisdorf die von mehrstöckigen Häusern mit schmalen Gehwegen gesäumt ist.

Ein neuer Gehweg auf der Roisdorfer Brunnenstraße

Das Land NRW hat sich nach vielen Jahren der Diskussion endlich dazu bereit erklärt, die Anliegerbeiträge bei den gewidmeten, historischen Anliegerstraßen zu übernehmen. Nun beabsichtigt der Rhein-Sieg-Kreis als Betreiber dieser Kreisstraße ab 2027 die Brunnenstraße und das Siefenfeldchen (K5) mit einem mindestens 1,40 Meter breiten talseitigen Gehweg zu bestücken. Anliegerbeitragskosten sollen dabei den Grundstückseigentümern nicht entstehen. Im Beitrag: „Ein neuer Gehweg auf der Roisdorfer Brunnenstraße“ erfahren sie wie aufreibend dies aber noch werden könnte.

Eine Marmorstatue einer männlichen Figur in klassischer römischer Kleidung, die ein Schwert hält.

„Das Hemd ist mir näher als der Mantel“ oder wie GRÜNE und andere die Bürger irreführen

Im Juli 2014 beschloss der Stadtrat einstimmig, auf Betreiben der CDU-Fraktion, die monatlichen Zuwendungen an die Fraktionen von 150 Euro auf 375 Euro zu erhöhen und zusätzlich, dass für jedes Fraktionsmitglied monatlich statt 22,50 Euro nun 30 Euro aus dem Steueraufkommen in die jeweiligen Fraktionskassen einzuzahlen ist.
Da war wohl den Fraktionsvorsitzenden und einigen Ratsmitgliedern das eigene Hemd (Tunika) näher als der schöne Mantel, den man jetzt im Kommunalwahljahr den Bürgern stolz präsentiert. Mehr…

Schild am Eingang des Wasserwerks Bornheim mit Angaben zur Verwaltung und zu den Ansprechpartnern in deutscher Sprache, im Hintergrund ein Gebäude und eine Grünanlage.

Bornheims Trinkwasserpreise kennen nur eine Richtung, nach ganz oben

Im Juni 2025 wurde den Ratsmitgliedern ein Vorschlag unterbreitet, die reinen Trinkwasserpreise nach der Kommunalwahl 2025 in vier Schritten bis 2029 auf 2,73 Euro zu erhöhen. Eine weiteres Vorhaben um über zusätzliche Einnahmen von über 1 Mio. Euro das Defizit im Stadthaushalt zu senken.

Gerade für alleinstehende Seniorinnen und Senioren mit geringer Rente oder Alleinerziehende mit schmalem Geldbeutel wäre eine Reduzierung der Wassergebühren möglich und sozial gerecht gewesen. Mehr…

Eine Gruppe von Arbeitern verlegt Asphalt auf eine Straße.

Gut gedacht, schlecht gemacht

Das fing an mit dem Bau der Radpendlerroute zwischen der Roisdorfer Brunnenallee und der Heiligersstraße. War zu Beginn der Baumaßnahme die getrennte Radwegeführung im Bereich des Roisdorfer Baches zwischen Pützweide und Brunnenallee eine gute und praktikable Vorgehensweise, so führte beim Weiterbau der Trasse, zwischen Pützweide und Heiligersstraße, wo nur  eine gemeinsame Wegeführung von Rad- und Gehweg möglich ist, dies inzwischen zu Konflikten zwischen Fußgänger und schnellen Radfahrenden.