Menschen sitzen an Tischen im Freien vor einem beigen Gebäude mit dem Schild "Marktschänke"; eine Person steht neben einem Fahrrad am Eingang.

Streit um die letzte Kneipe in Roisdorf

Der geplante Abriss der letzten Roisdorfer Dorfkneipe ist kein bedauerlicher Einzelfall – er ist das Ergebnis einer Politik, die Transparenz scheut und Bürgerbeteiligung offenbar nur als lästige Pflichtübung begreift. Wenn für die Stadt Bornheim und die maßgeblichen Entscheider die Expansionspläne des EDEKA-Konzerns einen höheren Stellenwert haben als ein lebendiger Treffpunkt für Bürgerschaft und Ortsvereine, dann ist das ein Skandal – und es ruft nach Widerstand. Erst recht, wenn Vorschläge aus der Bürgerschaft schlicht ignoriert werden.

Luftaufnahme eines Industriegebiets mit hervorgehobenen Abschnitten, die mit "Bananenreiferei", "Erweiterung?" und "Stellflächen" beschriftet sind, überlagert mit dem Text "So nicht!.

Roisdorf ringt um seine Marktschänke

Wie viel soziales Leben, Nähe und Heimatgefühl in einer einzigen Dorfkneipe stecken, merken viele erst, wenn sie plötzlich still ist – wenn die Tür geschlossen bleibt und das vertraute Stimmengewirr fehlt. Oft ist es ganz banal: Kein Nachfolger, die Wirte werden älter, irgendwann geht es nicht mehr. Manchmal gibt auch die Kasse den Ausschlag und ein Gasthaus muss aufgeben. In Bornheim-Roisdorf aber sind es andere, ungewöhnlichere Gründe, die das Ende einer fast hundertjährigen Kneipenkultur einläuten.

Bornheims Bürgermeister Becker weist Einführung einer Bordellsteuer als „unbegründet“ zurück!

Seit Jahren verzichtet die Stadt Bornheim auf eine rechtlich zulässige Bordellsteuer und ermöglicht somit einem Sex-Betrieb eine höhere Rendite zu erwirtschaften.
Die nur halb so große Gemeinde Alfter hat seit August 2017 für Bordell-, Sauna, FKK- und Swingerclubbetriebe diese zusätzliche Steuerart als eigenständige Ergänzung zur Alfterer Vergnügungssteuersatzung beschlossen. Die offiziellen Stellen der Stadt ignorieren seit Jahren die Existenz eines Bordells in Bornheim.
Wie kam es in der Vergangenheit zu dieser Gelassenheit und was geschieht zukünftig? Ein Hintergrundbeitrag in LA VILLE, mit Blick in die Zukunft.

Vorläufig keine Erhöhung der Trinkwassergebühren

Nur die Vertreter der beiden Lokalzeitungen und zwei Bürger waren Zuhörer der vorletzten diesjährigen Aufführung TRINKWASSER im Bornheimer Rathaus. Auf dem Spielplan stand wieder einmal die Gebührenerhöhung. Seit 2015 in emotionaler Dauerschleife. Diesmal mit dem Programmablauf einer klassischen Heldenoper. Die Ouvertüre begann mit einer Power Point Präsentation des Stadtkämmerers über die betriebswirtschaftlichen Ursachen der vorgeschlagenen Gebührenerhöhung, dann der 1. und 2. Akt mit Fragen und Statements der Fraktionen, unterbrochen durch ein Zwischenspiel (2. Intermezzo) der CDU mit Vorhaltungen gegenüber dem FDP-Vertreter, bis schließlich beim Schlussakt, auf Vorschlag des Bürgermeisters, sich der Vorhang bis Mitte 2022 senkte. Eine interessante und sehenswerte Opera eroica.

Radpendlerroute Bornheim-Bonn

Naturschutz im Gegensatz zum Klimaschutz? Das nächste Starkregenereignis wird sich auch nicht mit mehr Radfahrern auf Radschnellrouten verhindern lassen. Deshalb sind für mich weitere Retentionsflächen entlang des Roisdorfer Baches und der Schutz von naturbelassenen Hängen mit ihrem Baumbestand notwendiger als ein neuer zusätzliche Radwege durch ein Schutzgebiet und parallel zu einem vorhandenen Geh- und Radweg in Roisdorf. Heute ist aber die Radfahrerlobby so stark in den kommunalen Gremien vertreten, wie einst im vergangenen Jahrhundert die Autofahrerlobby. Um den damit einhergehenden Unmut in der Bürgerschaft nicht weiter anzutreiben, dürfen die Bornheimer Lokalpolitiker, der ADFC, die Behörden, die Umweltverbänden und unter Beteiligung der Anrainer sich nicht einem dringend notwendigen Diskurs verschließen. Lesen sie hier einen weiteren Beitrag zur Bornheimer Radpendlerroute: